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- Burgruine Lichtenberg
Die Burgruine Lichtenberg erhebt sich auf rund 1.020 Metern Höhe oberhalb des gleichnamigen Dorfes bei Prad am Stilfserjoch. Ihre mächtigen Mauern und der große Palas sind bereits von weitem sichtbar und prägen die Landschaft des oberen Vinschgaus. Von der Burg eröffnet sich ein weiter Blick über das Tal bis in Richtung Churburg bei Schluderns.
Die Ursprünge der Burg reichen bis in die Zeit um 1200 zurück. Im Jahr 1259 wurde Lichtenberg als landesfürstlicher Besitz der Grafen von Tirol erwähnt. Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage oberhalb der Etschbiegung spielte die Anlage eine wichtige Rolle bei der Kontrolle des Übergangs zwischen Ober- und Untervinschgau.
Berühmte Fresken und mittelalterliche Geschichte
Besondere kunsthistorische Bedeutung erlangte die Burg durch ihre um 1400 entstandenen Fresken. Die weltlichen Wandmalereien zeigten unter anderem Szenen aus der Laurinsage, Ritterdarstellungen und höfische Motive und zählen zu den bedeutendsten profanen Freskenzyklen des mittelalterlichen Tirols.
Da die Burg zunehmend verfiel, wurde ein Großteil der wertvollen Fresken zwischen 1908 und 1912 abgenommen und in das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck gebracht. Einige Wandmalereien blieben jedoch in der Burg erhalten und wurden später restauriert.
Seit dem frühen 16. Jahrhundert befand sich die Anlage im Besitz der Familie Khuen-Belasi. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verlor die Burg zunehmend an Bedeutung und verfiel schließlich zur eindrucksvollen Ruine.
Heute lässt sich die Burgruine hervorragend im Rahmen einer Wanderung von Prad oder Lichtenberg entdecken. Besonders die erhaltenen Mauern des Palas und die weite Aussicht über den Vinschgau und die umliegende Bergwelt machen Schloss Lichtenberg zu einem lohnenden Ausflugsziel für Geschichts- und Kulturliebhaber.