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- Burgruine Reichenberg
Die Burgruine Reichenberg liegt auf rund 1.340 Metern Höhe an einem steilen Berghang oberhalb von Taufers im Münstertal. Gemeinsam mit der etwas höher gelegenen Burgruine Rotund prägt sie das historische Landschaftsbild im äußersten Westen Südtirols. Aufgrund ihrer tieferen Lage wird Reichenberg auch als Unterreichenberg bezeichnet.
Die Burg entstand im 12. Jahrhundert und wurde von den Bischöfen von Chur errichtet. Gemeinsam mit Rotund diente sie unter anderem der Sicherung des Münstertals, das schon damals eine wichtige Verbindung zwischen dem Vinschgau und Graubünden darstellte.
Mächtiger Bergfried über dem Münstertal
Bereits im 12. Jahrhundert gelangte die Burg als Lehen an die Herren von Reichenberg, die zu den bedeutenden Adelsgeschlechtern der Region gehörten. Später wechselte die Anlage mehrfach ihre Besitzer und gelangte unter anderem an die Vögte von Matsch, die Herren von Trapp und schließlich an die Grafen von Hendl.
Die ursprüngliche Burganlage war mit einer Ausdehnung von etwa 100 mal 50 Metern beachtlich groß. Heute ist vor allem der mächtige Bergfried erhalten. Der rund 23 Meter hohe Turm besitzt fünf Stockwerke und ist weithin über dem Münstertal sichtbar. Daneben zeugen Reste der Ringmauer und weiterer Gebäude von der einstigen Größe der Burg.
Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts ist Reichenberg nicht mehr bewohnt und verfiel im Laufe der Zeit zur Ruine. Der markante Bergfried wurde später aufwendig gesichert und restauriert.
Besonders interessant ist die Verbindung mit der nur wenige hundert Meter entfernt gelegenen Burgruine Rotund. Beide Burganlagen lassen sich bei einer Wanderung oberhalb von Taufers miteinander verbinden. Dabei eröffnen sich schöne Ausblicke über Taufers, das Münstertal und die umliegende Bergwelt.