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Die Kirche St. Jakob in Kastelaz thront auf einem aussichtsreichen Hügel oberhalb von Tramin an der Südtiroler Weinstraße. Umgeben von Weinbergen zählt das kleine Gotteshaus zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern des Ortes. Berühmt ist St. Jakob vor allem für seine außergewöhnlichen romanischen Fresken mit fantasievollen Fabelwesen, die Besucher in die geheimnisvolle Bilderwelt des Mittelalters entführen.
Die Kirche St. Jakob in Kastelaz wurde bereits im Jahr 1214 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprüngliche romanische Bau bestand aus einem rechteckigen Kirchenschiff und einer Rundbogenapsis. Um 1440 wurde die Kirche um ein gotisches Seitenschiff erweitert, während um 1500 die Sakristei an der Nordseite hinzukam.
Das große Highlight befindet sich im Inneren: Der um 1220 entstandene romanische Freskenzyklus zählt zu den ältesten erhaltenen seiner Art im Alpenraum. Neben Christus und den Aposteln sind außergewöhnliche Mischwesen wie Fischmenschen, Vogelmenschen, Kentauren und hundsköpfige Gestalten dargestellt. Im gotischen Seitenschiff befinden sich weitere Fresken, die 1441 vom Maler Ambrosius Gander geschaffen wurden.
Von Tramin ist St. Jakob in etwa 15 Gehminuten durch die Weinberge erreichbar. Rund um die Kirche eröffnet sich ein schöner Ausblick über das Südtiroler Unterland. Damit verbindet St. Jakob in Kastelaz mittelalterliche Kunst, Geschichte und die typische Weinlandschaft rund um Tramin auf besondere Weise.