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Die Fürstenburg erhebt sich am Ortsrand von Burgeis bei Mals im oberen Vinschgau. Unterhalb des weithin sichtbaren Klosters Marienberg gelegen, prägt die mächtige mittelalterliche Burganlage seit Jahrhunderten das Ortsbild. Mit ihren hohen Mauern, dem markanten Bergfried und ihrer besonderen Lage zählt sie zu den eindrucksvollen historischen Bauwerken im Vinschgau.
Errichtet wurde die Fürstenburg im 13. Jahrhundert als Sitz der Fürstbischöfe von Chur. Die Anlage entstand in ihrer heutigen Grundform zwischen 1272 und 1282 und wurde 1292 erstmals urkundlich erwähnt. Über mehrere Jahrhunderte diente sie als wichtiges Verwaltungszentrum der Churer Bischöfe für deren Besitzungen im oberen Vinschgau und im benachbarten Münstertal.
Vom Bischofssitz zur Landwirtschaftsschule
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Fürstenburg mehrfach erweitert und umgestaltet. Vor allem im 16. und 17. Jahrhundert kamen weitere Gebäudeteile hinzu. Im Inneren finden sich historische Wandmalereien, Wappen, Täfelungen und Kassettendecken, die an die lange Geschichte der Anlage erinnern.
Nach der Säkularisierung im Jahr 1803 verlor die Fürstenburg ihre Funktion als Verwaltungszentrum der Churer Bischöfe. Nach verschiedenen Nutzungen gelangte die Burg Ende des 19. Jahrhunderts an das nahe gelegene Benediktinerstift Marienberg. Seit 1952 dient die Fürstenburg als Ausbildungsstätte für landwirtschaftliche Berufe. Heute befindet sich hier die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg.
Auch die Umgebung der Burg ist einen Besuch wert. Von Burgeis führen zahlreiche Spazier- und Wanderwege durch die Kulturlandschaft des Oberen Vinschgaus. Besonders lohnenswert ist die Verbindung mit einem Besuch des oberhalb gelegenen Klosters Marienberg. Auch der Vinschger Radweg führt in unmittelbarer Nähe an Burgeis und der Fürstenburg vorbei.