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Die Zenoburg bei Meran thront auf einem markanten Felshügel am Eingang des Passeiertals und zählt zu den geschichtsträchtigsten Burganlagen im Meraner Land. Bereits in der Römerzeit hatte der strategisch günstig gelegene Zenoberg eine besondere Bedeutung. Später entstand hier eine mittelalterliche Burganlage, die eng mit der Geschichte der Grafen von Tirol verbunden ist. Heute prägt die Zenoburg gemeinsam mit den umliegenden Weinbergen die eindrucksvolle Landschaft oberhalb von Meran.
Die Zenoburg wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und im 13. Jahrhundert unter Graf Meinhard II. zu einer bedeutenden Befestigungsanlage und einem Herrschaftssitz ausgebaut. Nachdem Schloss Tirol 1301 durch einen Brand beschädigt worden war, diente die Zenoburg zeitweise als Sitz der Grafen von Tirol. Im Jahr 1347 wurde die Anlage im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen weitgehend zerstört und verfiel anschließend zunehmend.
Heute befindet sich die Zenoburg in Privatbesitz und kann grundsätzlich nicht von innen besichtigt werden. Dennoch lohnt sich ein Spaziergang auf den Zenoberg: Die nahe Gilfpromenade und die Tappeinerpromenade bieten herrliche Ausblicke über Meran und das Etschtal. Damit lässt sich die Zenoburg ideal in einen Spaziergang rund um die historische Kurstadt integrieren.